Freitag, 19. Februar 2016

Englands Spiel mit Polen

Die englisch-polnischen Beziehungen seit dem Weltkriege


Schriften des Deutschen Instituts für Außenpolitische Forschung
und des Hamburger Instituts für Auswärtige Politik
Herausgegeben in Gemeinschaft mit dem Deutschen Auslandswissenschaftlichen Institut
Reihe Das Britische Reich in der Weltpolitik, Heft 9. Junker und Dünnhaupt Verlag, Berlin, ©1940.
Diese digitalisierte Version © 2009 by The Scriptorium.

Dr. habil. Heinz Lehmann

5] Das leichtfertige Vertrauen auf den englischen Bundesgenossen ist im polnischen Volk tiefer Empörung und Erbitterung über den Verrat Englands gewichen. England wird heute - so berichten auch neutrale Beobachter - neben der eigenen früheren blind-chauvinistischen Regierung als der Hauptverantwortliche am Zusammenbruch des polnischen Staates angesehen. Dieser Stimmungsumschwung wird niemanden überraschen.
Als die britische Garantieerklärung für Polen Anfang September nun wirklich die beabsichtigte Wirkung gehabt hatte und für England den willkommenen Anlaß zum Präventivkrieg gegen das erstarkende nationalsozialistische Deutsche Reich bot, wartete die ganze Welt gespannt darauf, wie England jetzt dem von ihm vorgeschobenen Bundesgenossen Hilfe bringen wollte. Wohl wußte man - Lloyd George und andere bekannte englische Politiker hatten es ja selbst zugegeben -, daß England wirksame Hilfe gar nicht würde leisten können, doch man rechnete wenigstens mit militärischen Aktionen, die gewisse Teile der deutschen Wehrmacht binden würden. Nichts von alledem! England beschränkte sich, um nicht deutsche Vergeltungsmaßnahmen für das eigene Land heraufzubeschwören, auf den Abwurf von Flugblättern! In Polen aber redeten Rundfunk und Zeitungen dem Volk ein, daß schon am 1. und 2. September Hamburg und Berlin so gut wie restlos zerstört seien und englische Truppen sogar auf polnischem Gebiet in den Kampf eingegriffen hätten. So konnte es geschehen, daß die Spitze der deutschen Truppen in verschiedenen polnischen Ortschaften für die rettenden Engländer gehalten und von dem sprachkundigsten der Bewohner mit einem "Welcome, friends, now you are here at last!" begrüßt wurden.

[6] Das polnische Volk hat es erleben müssen, daß England und sein alter Bundesgenosse Frankreich keinen Finger gerührt haben, als der im Inneren von Anfang an brüchige polnische Staat unter den Schlägen der deutschen Wehrmacht zusammenbrach. Gerade von England, das seine berüchtigteGarantie-Erklärung vom 31. März mehrmals in feierlicher Form wiederholt und gerade eben erst, am 25. August, zu einem äußerst weitgehenden, dauernden englisch-polnischen Militärbündnis ausgebaut hatte, hatte dies kein Pole erwartet. Es sollte aber noch schlimmer kommen. Zum Verrat gesellte sich bitterer Hohn, mit dem jetzt England sein unbrauchbar gewordenes Werkzeug Polen auf den Schutthaufen warf. Zur Tarnung seines imperialistischen Krieges gegen das Deutsche Reich hatte Chamberlain in den ersten Kriegstagen dem eigenen Volk und der Welt vorgeredet, man gehe in den Kampf für Polen und nur für Polen! Seit dem unzweifelhaft gewordenen Zusammenbruch Polens aber ließen sich Englands verantwortliche Staatsmänner ganz anders vernehmen. Jetzt deckten sie ihr Spiel mit Polen auf, indem sie etwa seit dem 20. September der Welt verkündeten, das Schicksal Polens sei im Grunde gleichgültig, England kämpfe gegen den "Hitlerismus"! Der Feldzug in Polen sei allerdings für England und Frankreich äußerst wichtig gewesen, weil er erstens Zeit für die Aufrüstung und Mobilmachung der Alliierten gegeben habe, zweitens die deutsche Taktik im Luftangriff und im Tank-Kampf gezeigt und damit dem englisch-französischen Generalstab wertvolle Hinweise gegeben hätte. Man scheute sich also gar nicht mehr zuzugeben, daß Polen für England im Jahre 1939 nur die gleiche Rolle zu spielen gehabt hatte wie Serbien für das zaristische Rußland im Jahre 1914, nämlich einen geschickten Kriegsanlaß zu bieten, um der englischen Regierung mit Rücksicht auf die öffentliche Meinung des eigenen, im großen und ganzen friedliebenden Volkes und mit Rücksicht auf die Meinung der Welt die Tarnung ihres rein imperialistischen Krieges gegen das[7] wiederaufstrebende Deutsche Reich zu ermöglichen. Jetzt hieß es: "Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen." Von einer Anwendung der Garantieerklärung für den in Versailles geschaffenen polnischen Staat etwa auch gegenüber Sowjetrußland, Litauen und der Slowakei wurde kein Wort mehr gesprochen. Als Sowjetrußland seit dem 17. September Ostpolen besetzte, wurde nicht einmal protestiert, geschweige denn die Verpflichtung zur Kriegserklärung gegen Rußland anerkannt. Um darüber endgültig jeden Zweifel beiseite zu schieben, erklärte Staatssekretär Butler in den letzten Septembertagen im Unterhaus, die Garantie für Polen habe nur gegen Deutschland Gültigkeit gehabt. Dies war das klarste Eingeständnis der englischen Einkreisungs- und Kriegspolitik und zugleich der völligen Interesselosigkeit an Polen selbst.

Es half den Polen wenig, daß der bekannte Kriegshetzer Mr. Greenwood, der stellvertretende Vorsitzende der englischen Arbeiterpartei, am 21. September im Unterhaus erklärte, daß "sein Gewissen durch Englands mangelhafte Hilfe an Polen belastet sei; in Zukunft sollte eine Hilfe an Freunde schnell, sicher und großzügig sein; anderenfalls laufe man Gefahr, daß diejenigen, die aktive Verbündete werden könnten, gegen ihren Willen zu passiven Freunden würden." Auch für Greenwood war offensichtlich trotz der moralischen Einkleidung der Hauptgesichtspunkt, Englands Verrat an Polen könnte andere, bisher noch "garantiefreudige" Völker vor dem Bündnis mit England zurückschrecken.

Das Tollste aber ist, daß England jetzt nach seinem Verrat an dem von ihm vorgeschobenen Bundesgenossen auch noch mit dem Untergang des Verbündeten Geschäfte macht. Schon im Sommer hätte es den Polen auffallen müssen, daß die Engländer wohl sehr freigiebig mit äußerst weitgehenden politischen Versprechungen waren, im Verhältnis dazu aber finanzielle Hilfe nur sehr spärlich [8] boten. Der von Polen ersehnte Barkredit wurde vorsichtigerweise erst nach Kriegsausbruch bewilligt, als seine Transferierung schon unmöglich geworden war. Auch hatte Polen erleben müssen, daß die in England gekauften Kampfflugzeuge und Bomben, die mit dem D. "Baltowa" am 24. August in Gdingen hätten ankommen sollen, in England zurückgehalten wurden, weil der englische Reeder £ 4000 mehr Frachtkosten forderte, als Polen bewilligen wollte, so daß tatsächlich diese Waffenladung, darunter hundert modernste Kampfflugzeuge, die bereits im Juli an Bord gewesen sein sollen, nicht mehr rechtzeitig in Polen eintreffen konnten.1 Man traute dem polnischen Heer offensichtlich so wenig, daß man die Kampfflugzeuge lieber gleich in England zurückhielt. Jetzt muß man nach einer Meldung vom 19. November sogar erfahren, daß England alle noch verfügbaren polnischen Kriegsschiffe kurzerhand in die englische Flotte eingegliedert hat.

So ist denn wieder einmal ein Staat als Opfer des britischen Imperialismus untergegangen, so hat wieder einmal ein fremdes Volk ungeheure, unnötige Blutopfer für die stets brutale, egoistische Politik des "perfiden Albion" (übrigens eine französische Begriffsprägung!) gebracht. Man fragt sich nur, wie es denn möglich war, daß überhaupt noch die Regierung eines kleineren Staates, es sei denn eine Clique unverantwortlicher Hasardeure, den Hilfsbeteuerungen Englands Glauben schenken konnte, wo doch schon beinahe sämtliche Völker der Welt irgendwann einmal die Opfer englischen Wortbruchs geworden sind. Man braucht sich ja nur an die Leiden der Griechen im Jahre 1922 zu erinnern. Auch sie waren damals von England zum Kampf gegen die Türken aufgestachelt und dann im Stich gelassen worden, und England hatte kaltlächelnd zugesehen, wie Griechenland über 1¼ Millionen seiner Volksgenossen aus Kleinasien zurücksiedeln mußte. [9] Und wenn schon nicht die traurigen Erfahrungen anderer Völker als abschreckende Lehre dienten, hätten sich die Polen der eigenen Geschichte erinnern sollen.

Wie war es denn bei der polnischen Erhebung gegen die russische Herrschaft im Frühjahr 1863? Auch damals hatte der englische Ministerpräsident Lord Palmerston mit Hilfeversprechungen für die polnischen Aufständischen nicht gekargt und eine Reihe äußerst scharfer Noten an die russische Regierung gerichtet, so daß die Polen fest glaubten, mit dem baldigen Erscheinen der britischen Flotte vor Kronstadt rechnen zu können, und der Aufstand, geschürt durch Palmerstons Phrasen, immer größeren Umfang annahm. Tatsächlich aber glaubte damals natürlich kein englischer Staatsmann im Ernst an die Wiederherstellung eines selbständigen Polens, bevor nicht Rußland, Preußen und Österreich gleichzeitig bekriegt und besiegt waren. Palmerston wollte auch nur "bluffen" (ein bezeichnendes englisches Wort ohne Parallele in anderen Sprachen!), und als es der russischen Regierung verhältnismäßig schnell gelang, des polnischen Aufstandes Herr zu werden, hielt derselbe Palmerston, der wochenlang durch seine Reden und Protestnoten an den Zaren die Polen nach Kräften zum Aufstand aufgestachelt hatte, am 4. April 1863 plötzlich eine Rede, in der er mit der ihm eigenen Unverfrorenheit erklärte:2

      "Mir scheint, daß ein Volk in der Lage der Polen die Konsequenzen gründlich erwägen sollte, die ein Befolgen der Ratschläge, die man ihm vielleicht erteilt hat(!), nach sich ziehen muß. Ich frage, ob es klug war, eine Reihe von beleidigenden Demonstrationen auszuführen. Dieses Entfalten von Fahnen, dieses Singen von Hymnen konnte in nichts die Lage der Polen verbessern. Wenn irgend jemand sich berufen [10] fühlte oder das Recht hätte, den Polen einen Rat zu erteilen, so müßte es der sein, der Zukunft zu vertrauen und nicht durch ihr Betragen Leiden über sich zu bringen, die abzuwenden ihnen unmöglich ist. Die Polen würden mehr in ihrem Interesse handeln, wenn sie nach Versöhnung trachteten und von den humanen und wohlwollenden Gesinnungen des Zaren Alexander profitierten. Auf jeden Fall ist dies keine Frage, in die sich Großbritannien mischen darf."

Diese weisen Betrachtungen waren natürlich im Munde dieses Mannes, der wochenlang das Entgegengesetzte verkündet hatte, abgrundtiefe Heuchelei und bitterer Hohn. Es wäre seine Pflicht gewesen, von Anfang an zu betonen, daß es unmöglich sei, den Polen Hilfe zu leisten. Das tat er aber nicht, so daß auch damals das grausame Spiel des englischen Ministerpräsidenten mit dem polnischen Volk Ströme von Blut und Tränen gekostet hat.

Seit jenen Tagen hat sich in London offensichtlich nichts geändert. Die gleichen gleißnerischen Hilfeversprechungen, dann der gleiche Wortbruch, schließlich die gleiche kalte Unverfrorenheit, mit der das gutgläubige Opfer der eigenen Versprechungen fallen gelassen wird, all das hat das polnische Volk abermals, wie im Frühjahr 1863, so im Herbst 1939 erleben müssen.

England hat sein egoistisches Spiel mit Polen jedoch nicht nur 1863 und jetzt im Jahre 1939 gespielt, wenn auch in diesen beiden Jahren sein Spiel am offenkundigsten und die Folgen für das polnische Volk am grausamsten gewesen sind. Polen hat im politischen Denken des Foreign Office stets nur insoweit eine Rolle gespielt, als es im Interesse einer rein englischen Machtpolitik gegen das Deutsche Reich und Volk einerseits, gegen Rußland andererseits, einzu- [11] setzen war. Das wird, wie wir im Folgenden sehen werden, bei einer Betrachtung der englischen Politik gegenüber Polen seit dem Weltkriege eindeutig klar. Nichts, aber auch nichts hat England für Polen aus echtem ehrlichen Interesse am Schicksal des polnischen Volkes getan. Hätten die polnischen Politiker nicht stets an krankhafter Selbstüberhebung gelitten, so hätte die polnische Regierung längst erkennen müssen, daß in den Augen der englischen Machthaber Polen nur der "arme Verwandte" war, den man von Zeit zu Zeit an seine Abhängigkeit vom guten Willen der Westmächte erinnerte und dessen Dienste für die eigene Sache man im gegebenen Augenblick ohne Gegenleistung in Anspruch nehmen zu können glaubte.

Wie wenig echtes Interesse für das polnische Volk an der Themse oder an der Seine vorhanden war, das zeigte das Verhalten der Westmächte während desWeltkrieges. Auch damals kämpften sie angeblich für das "Selbstbestimmungsrecht der Völker", für die "Freiheit der kleinen Nationen". Diese Kampfparolen waren jedoch nur dazu bestimmt, den inneren Zusammenbruch der alten Donau-Monarchie zu beschleunigen, und sollten selbstverständlich auf die Völker der eigenen Imperien keine Anwendung finden. Aber auch auf Polen nicht! Wohl hatte Präsident Wilson am 22. Januar 1917 mit Rücksicht auf seine vielen Wähler polnischer Abstammung im Rahmen seines Friedensprogramms auch ein "geeintes, unabhängiges und autonomes Polen" verlangt, und die Westmächte hatten sich beeilt, den Wilsonschen Forderungen ihre Zustimmung zu geben. Das hinderte jedoch Frankreich nicht, mit stillschweigender Billigung Englands noch am 17. März 1917 mit dem zaristischen Rußland einen Geheimvertrag abzuschließen, wonach Frankreich gegen Unterstützung seiner eigenen Annektionsabsichten auf Elsaß-Lothringen, das Saargebiet und das Rheinland durch Rußland diesem "völlige Freiheit bei der Aufrichtung seiner Westgrenzen" zusicherte, d. h. [12] Polen völlig an das zaristische Rußland auslieferte.3 Man kann sich denken, wie peinlich für die Westmächte die schon im November 1917 erfolgende Veröffentlichung dieses Geheimvertrages durch die neue Sowjet-Regierung gewesen sein muß, als damit ihr Doppelspiel mit Polen entlarvt wurde.

In Versailles haben dann allerdings England und Frankreich mit verdächtigem Eifer die Errichtung eines "selbständigen" und möglichst starken polnischen Staates betrieben. Jetzt galt es ja nicht nur, den deutschen Gegner zu schwächen, sondern auch das revolutionäre Rußland, das vom kapitalistisch-imperialistischen England als ein mindestens ebenso ernster Gegner angesehen wurde. Welche Gründe besonders die Engländer damals mit der Errichtung Polens verfolgten, wird vor allem in den Debatten des englischen Parlaments deutlich, das im Frühjahr 1919, als in Paris die Friedenskonferenz tagte, wiederholt zur polnischen Frage Stellung genommen hat. Wir zitieren nur einige wenige bezeichnende Äußerungen.

Am 12. Februar 1919 meinte der Abgeordnete T. P. O'Connor im Unterhaus, ein starkes Polen sei zur Niederhaltung der Deutschen unbedingt nötig, und zwar, wie er sich ausdrückte, als "'Puffer' gegen deutsche Absichten sowohl im Osten wie im Westen" ("to be a buffer against Germany in either her Eastern or Western aggressions").4 "Puffer" auch gegen deutsche Absichten im Westen? Der ehrenwerte Abgeordnete hätte sich wohl deutlicher ausgedrückt, wenn er von der Polen zugedachten Funktion als der eines "Dolches im Rücken Deutschlands" gesprochen hätte.

[13] Der konservative Abgeordnete Oberstleutnant W. E. Guinness, der spätere Landwirtschaftsminister im Kabinett Baldwin, sagte am 16. April 1919 im Unterhaus, England müsse sich unbedingt für die Schaffung eines starken Polens einsetzen und ihm auch Danzig ausliefern. Man müsse einen "Mittelweg" finden zwischen den notwendigen machtpolitischen Erwägungen und dem nun einmal verkündeten leidigen Selbstbestimmungsrecht. Wenn man Polen in zu peinlicher Befolgung dieses Prinzips auf zu schwacher Grundlage errichte, d. h. also, wenn man ihm nicht über 2 Millionen Deutsche und Millionen von Ukrainern und Weißrussen auslieferte, würde es in absehbarer Zeit mit Sicherheit wieder dem deutschen Einfluß unterworfen sein, und das müsse England eben um jeden Preis verhindern. ("...we shall have to strike a balance between national security and this principle of self-determination. If we strike a wrong balance and these states[Polen und Tschechoslowakei] are set up on a weak basis, it is perfectly certain that before many years are passed, they will fall under the control of Germany...")5

Ebenso eindeutig äußerte man sich im Oberhaus, etwa in der Debatte vom 13. März 1919. In dieser Debatte sagte Lord Treowen: "Die Existenz eines freien, starken und unabhängigen Polens würde alle die Pläne zunichte machen, die der Weltöffentlichkeit unter dem allgemeinen Begriff der 'Mittel-Europa-Politik' ('Mittel-Europa-Policy') bekannt sind", und Lord Stuart of Wortley sagte, es sei wünschenswert, daß ein starker polnischer Staat neu geschaffen würde, "allein zu dem Zweck, um zwischen Rußland und Deutschland zu stehen" ("for the very purpose of standing between Russia and Germany"); dieser Staat dürfe sich weder nach Deutschland noch nach Rußland hin "orientieren".6 Lord Stuart of Wortley hat dem gleichen Ge- [14] danken noch einmal rückschauend in einer Oberhaus-Debatte am 9. Mai 1922 Ausdruck gegeben. "Dieser neue polnische Staat", so sagte er damals, "wurde von den Großmächten nicht aus rein idealistischen Motiven und nicht aus Nächstenliebe geschaffen, sondern in erster Linie, um ihren eigenen Machtinteressen zu dienen. Polen wurde geschaffen, um zwischen den beiden potentiellen Großmächten Rußland und Deutschland einen Pufferstaat zu bilden."7 Das war es also. Polen hatte man in Versailles bewußt über 2 Millionen Deutsche und Millionen anderer Minderheiten überantwortet, um, wie man glaubte, es dadurch stark und groß genug machen zu können, damit es die ihm von England zugedachte Rolle als Pufferstaat auch wirklich spielen könnte. Polen sollte der "Pfahl im Fleisch" sowohl für Deutschland wie für Rußland bleiben, beide Mächte schwächen und voneinander trennen und England jederzeit machtpolitischen Einfluß in Osteuropa ermöglichen.

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