Freitag, 1. Mai 2015

Das falsche Geständnis von SS-Unterscharführer Oskar Gröning

Das falsche Geständnis von SS-Unterscharführer Oskar Gröning



Posted by Maria Lourdes - 01/05/2015
Oskar GröningDer Mainstream berichtet: “…Vor dem Landgericht Lüneburg sagte in der vergangenen Woche der frühere „Buchhalter von Auschwitz“, Oskar Gröning aus. Der 93-Jährige beschrieb die Abläufe in der Todesfabrik so sachlich und distanziert, dass den Zuhörern immer wieder der Atem stockte. Erschüttert zeigte der Angeklagte sich über eine Tat von absoluter Brutalität, den Mord an einem Baby. Das alltägliche tausendfache Morden in den Gaskammern jedoch schien er akzeptiert zu haben. So wird dieser Prozess, in dem es um Beihilfe zum Mord an mehr als 300000 Menschen geht, zu einer Lehrstunde in deutscher Geschichte…”
Der Bericht zeigt exemplarisch, wie über die Hitler-Zeit gelogen wurde und wird. 
Gerd Honsik, der in einem Wiener Kerker gefangengehalten wurde, weil er in seinem Buch “Freispruch für Hitler?” (hier gratis) 1992 publizierte, dass der Völkermord von Katyn nicht von Hitlers Wehrmacht, sondern von Stalins antifaschistischen Massenmördern begangen wurde, hat sich mit der Causa “Oskar Gröning” beschäftigt.
Das falsche Geständnis von SS-Unterscharführer Oskar Gröning – Ein Artikel von Gerd Honsik – Mein Dank an Renate für den Hinweis, sagt Maria Lourdes!
Der Prozeß gegen den ehemaligen SS-Mann Gröning ist von der exekutiven Gewalt der Bundesrepublik Deutschland als politischer Schauprozeß konzipiert worden. Warum sage ich dies?
-Der 93jährige Angeklagte, der Buchhalterdienste im KL Auschwitz versah, konnte nur deshalb wegen „Beihilfe zum Mord in 300.000 Fällen“ angeklagt werden, weil seinetwegen ein Dreivierteljahrhundert nach der „Tatzeit“ ein Sondergesetz mit rückwirkender Kraft, also ein Unrechtsgesetz, geschaffen wurde, um auch Männer, die keine Beihilfe zu Mord geleistet hatten, wegen Beihilfe zum Mord anklagen zu können. (Was, folgte man solcher Logik, dem Chauffeur von Frau Merkel einst blühen könnte, ist nicht auszudenken.)
-Da der Fall Gröning schon vor Jahrzehnten gerichtlich untersucht und der Beschuldigte für unschuldig befunden worden war, wird er nun, obzwar keine neuen Beweise auftauchten, zum zweiten Mal wegen desselben Tatbestandes gerichtlich verfolgt – wohl weil auf sein Geständnis Verlaß ist und dessen neuerliche mediale Inszenierung nun politisch opportun erscheint. Der Beschuldigte ist seit Jahrzehnten „geständig“, zwar nichts verbrochen, jedoch alles gewußt zu haben: Hier wird ein Mann vorgeführt, indem ein Verfahren wieder aufgenommen wurde, für das es keinen sachlichen Wiederaufnahmegrund gibt.
Welch ein abscheuliches politisches Verbrechen stellt diese Anklage doch an der europäischen Rechtstradition dar! Nun liegt es am Richter, ob es ein faires Verfahren wird, das Licht ins Dunkel bringt, oder ob sich die richterliche Gewalt der exekutiven Herrschaft im Lande einmal mehr beugt.
Warum das Geständnis Grönings falsch sein könnte:
Frau Ursula Haverbeck machte einen immer größer werdenden Kreis, auch von Publizisten, auf eine vor Jahren vom Institut für Zeitgeschichte in München herausgegebene Dokumentation aufmerksam, die von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen wurde und wohl auch nicht wahr genommen werden sollte. Es handelt sich dabei um die „Standort- und Kommandanturbefehle von Auschwitz“. Diese Sammlung aller Befehle, die im Lager erlassen wurden und die jeden Tag des Lagerlebens minutiös belegen, deuten darauf hin, daß dieses KZ (KL) ein Arbeitslager gewesen ist, in dem eine Vernichtung von Menschen nicht stattgefunden hat.
Diese Dokumentation gäbe auch Persönlichkeiten Recht, die als Teil der geistigen Eliten der gegenwärtigen Gesellschaft das KZ Auschwitz als Tatort des Völkermordes in Abrede stellen, ohne dafür verfolgt zu werden. Es sind dies z. B.:
  • Fritjof Meyer, ehemals leitender Redakteur des Wochenblattes „Der Spiegel“ und studierter Historiker;
  • Frau Bailer-Galanda (DÖW) sagt wie Meyer auch, der Genozid habe in „Bauernhäusern im Walde“ stattgefunden. Und Meyer fügt ungestraft hinzu, daß es weder sechs noch drei Millionen noch dreihunderttausend, sondern ein Drittel von dreihunderttausend Gefangenen gewesen wäre, an denen ein solcher Genozid begangen worden sei. Mir schiene es menschenverachtend, sollte das Gericht nun die tatsächliche Opferzahl nicht endlich feststellen wollen;
  • die angesehene jüdische Historikerin Gitta Sereny – bekannt geworden durch ihre Speer-Biographie wiederum sagt (ungestraft), daß der Genozid nicht in Auschwitz, sondern in anderen Lagern im Osten stattgefunden habe;
  • der Vordenker der österreichischen Sozialdemokratie, der Jude Dr. Benedikt Kautsky, berichtet in dem Buch „Teufel und Verdammte“, in dem er seinen Leidensweg in Auschwitz während vierjähriger Haft schildert, nichts von Gaskammern bemerkt oder gehört habe.
Nun aber meldete sich einer der Herausgeber des Werkes Standort- und Kommandanturbefehle des Konzentrationslagers Auschwitz 1940-1945 zu Wort. Es handelt sich um den Historiker Professor Norbert Frei, und dieser ist nun geradezu verzweifelt bemüht, eine Erklärung dafür zu liefern, warum der Völkermord aus den Befehlen, die den Lageralltag von Auschwitz wiedergeben, nicht bestätigt werden kann. Eine Erklärung, die – wenn sie wahr wäre – auch den Standpunkt von Meyer, Kautsky, Sereny und Galanda bestätigen und das Bestreiten der Gaskammern durch die verurteilten Revisionisten jedenfalls entschuldigen würde. Sie lautete sinngemäß:
„Die Massenvernichtung war geheime Reichssache und das sollte sie auch bleiben.“ (23.4.2015 in der TV-Sendung „Panorama“).
Dies würde bedeuten, daß sich deshalb das Geschehen z. B. in den Bauernhäusern im Walde abgespielt hätte, um es vor den Insassen des (Arbeits-)Lagers zu verheimlichen.
Wenn aber die Geheimhaltung so perfekt war, daß Dr. Kautsky in vier Jahren Lagerhaft nichts gesehen und gehört und Frau Sereny nichts gefunden hat, so könnte auch der Angeklagte Gröning nichts gewußt haben. Der TV-Sender ZDF bestätigte kürzlich, – und zwar in der historischen Serie „Die Wahrheit über den Holocaust“ –, daß selbst der Chabad Lubawitsch-hörige US-Präsident F. D. Roosevelt und Säufer Winston Churchill, die stets darauf bedacht waren, die Kriegspropaganda gegen Deutschland zu schüren, die Gaskammern während des gesamten Krieges mit keinem Worte erwähnt hatten.
Dies obwohl sie über die Geschehnisse im Lager selbst durch Häftlinge informiert waren: so etwa durch die 2.000 Facharbeiter, die der Jude Teddy Kollek (später Bürgermeister von Jerusalem) 1943 in Wien von Adolf Eichmann und dem NS-Regime für den entstehenden Judenstaat in Palästina erbat und die sodann aus Auschwitz entlassen und auf dem Landweg nach Palästina geschafft worden sind. (Dies erfuhren wir bereits in den Achtzigerjahren aus dem Munde Kolleks in der TV-Sendung des ORF „Lebenskünstler“ des einstigen Wiener Bürgermeisters Helmut Zilk).
Wenn also Roosevelt nichts wußte, Churchill nichts wußte und auch Stalin der deutschen Seite statt Gaskammern nur Katyn vorzuhalten vermochte, können auch die führenden Regierungschefs aus den Berichten von Tausenden Entlassenen nichts über die Gaskammern von Auschwitz erfahren haben. Dann wäre die Geheimhaltung eben lückenlos gewesen.
Dann aber kann auch ein Gröning nichts gewußt haben. (Ich gebe jedoch zu, daß diese Deutung einen Schönheitsfehler hat: Sie erklärt nicht, warum Churchill wie auch de Gaulle in ihren Memoiren, also nach dessen Entdeckung, den Völkermord durch Giftgas keiner Erwähnung für wert befinden.)
Warum aber sollte Gröning gestehen, wenn er es nicht gewußt haben konnte? Die Antwort gibt uns vielleicht der Frankfurter Auschwitzprozeß.
Gröning hat, so hört man, gestanden, nach seinem Dienstantritt im Lager sofort von den Vergasungen „gehört“ zu haben. Was aber könnte das Motiv für ein solches Geständnis gewesen sein? Ein Blick auf die Urteile im Frankfurter Auschwitzprozeß könnte eine Erklärung liefern. Die Urteile über die Angeklagten von damals (von denen keiner gestand, selbst gemordet zu haben) lassen sich nämlich in zwei Kategorien unterteilen:
1. Alle jene die nicht bestritten, von den Vergasungen gehört zu haben wurden damals selbst für Tausende individuelle Mordvorwürfe zu unfaßbar geringfügigen Strafen von drei bis sechs Jahren verurteilt. (Man vergleiche damit die Urteile unserer Zeit etwa über die drei Revisionisten Mahler, Fröhlich und Zündel, die – ohne jemandem ein Haar zu krümmen – für ihr Bestreiten zu zusammen 29 Jahren Kerker verurteilt worden sind.)
2. Alle jene aber, die im Frankfurter Auschwitzprozeß nicht nur leugneten, persönliche Schuld zu tragen, sondern auch bestritten, von der Existenz von Gaskammern überhaupt gewußt zu haben, wurden zu hohen Strafen bis hin zu lebenslang verurteilt. Eine solche Gesetzmäßigkeit meinte auch der im Nürnberger Prozeß angeklagte und freigesprochene Journalist Hans Fritzsche beobachtet zu haben und er beschreibt dies in seinem Buch Das Schwert auf der Waage genau. Sinngemäß sagt er: „Ich erkannte: Wer es bestritt, war des Todes!“
Gröning hatte also jetzt, wie schon vor Jahrzehnten, gute Gründe dafür, auch das zu gestehen, was er – aufgrund der von Prof. Frei erwähnten Geheimhaltung etwa – gar nicht zu wissen brauchte. Ist der Vorsitzende nun bereit einen fairen Prozeß zu führen, dann müßte er das Geständnis des Angeklagten wie auch die Zeugenaussagen aus den angeführten Gründen überprüfen. Denn die Wiederholung des Geständnisses, welches beinhaltet zwar selbst nichts verbrochen zu haben, aber von den Untaten der anderen zu wissen, kann die notwendige Klärung der Widersprüche innerhalb der offiziellen Zeitgeschichte und auch unter den Lagerinsassen nicht ersetzen.
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