Mittwoch, 26. September 2012

Betroffen

Wenn ich wenigstens ein Posting im September unterbringen will, muss ich mich beeilen. In der letzten Zeit hatte ich so gar keinen Drive zum Bloggen. Es ist etwas passiert und darüber wollte ich eigentlich nicht schreiben. Andererseits ... warum eigentlich nicht? Ich wurde gekündigt. Nach zwölf Jahren. Einfach so. 

Wie schreibt man darüber? Wütend? Verbittert und voller Zukunftsangst? Im Leben nicht! Das wäre verlogen, denn ich bin alles andere, aber nicht verbittert oder wütend. Ich habe dort wundervolle Menschen kennen gelernt, von denen mir die, die mir am Herzen liegen, erhalten bleiben werden. Ich habe auch auf anderer Ebene eine Menge dazu gelernt. Dafür bin ich extrem dankbar!

Wie es weiter geht, muss man sehen. Ich werde bald 58 Jahre alt, da sind die Möglichkeiten sehr begrenzt. Ein Gutes hat die Sache sowieso: Ich habe jetzt Zeit für alles, was mir Spaß macht und für alle, die so lange zu kurz gekommen sind. Die Schockstarre ist vorbei, also Arschbacken zusammenkneifen und durch ... 

Kommentare:

  1. Dann bist du ja im selben Alter wie ich, kann ich mir vorstellen, dass die Kündigung ein Schock war! Es ist nicht einfach, was Neues zu finden, hier bei uns in Ostfriesland sowieso nicht. Das hat mein Mann gemerkt, gleiches Alter, er hat über ein Jahr gebraucht eine neue Stelle zu finden. Jetzt ist er wieder ganz zufrieden.

    Vielleicht kannst du die ungewohnte freie Zeit ja nutzen, um vieles zu tun, was dir gut tut. Was du schon immer mal machen wolltest, wenn du genügend Zeit hast. Ich drücke dir die Daumen, dass du viele nette Begegnungen hast.

    Liebe Grüße
    Moni

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  2. Liebe Moni, da hast Du Recht. Dieser Freitag, 07.09.2012, hatte es wahrhaft in sich. Ich kann nicht mehr genau sagen, was mir durch den Kopf ging, als mein Chef mich ohne Vorwarnung kündigte, aber ich glaube, viel Gescheites war nicht dabei :-)

    Ich hatte noch nie Probleme, mit freier Zeit umzugehen, weil ich immer zu wenig davon hatte. Ich hab meine Familie, meine Freunde und meine Handarbeiten. Vorerst kann ich das wirklich auch genießen, ohne mir viel Sorgen zu machen.

    Und wenn ich das Gefühl habe, ich muss wieder was tun, dann geh ich los und kümmere mich darum. Im Moment ist das nicht so.

    Ich danke dir ganz herzlich für deinen Kommentar und die guten Worte! Bitte grüße deinen Mann, ich drücke ihm die Daumen, dass er sich weiterhin so wohl auf der Arbeit fühlt. Das ist fast wichtiger als die Höhe des Gehaltes.

    GLG Anne

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  3. ....unsere leider viel zu seltenen Mittagspausen werden mir fehlen! Auch die lustigen, aufbauenden Mails zwischendurch. Es fühlt sich schon schöner an, wenn man weiß, 2 Etagen unter einem sitzt noch eine liebe Seele. Nun gut, es kommen andere Zeiten. Und du hast immer noch ein Mittagessen bei mir gut. Lezzet, wir kommen :-)

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    1. Was für eine Ironie: Du bist krank zu Hause und ich sitze auf deinem Arbeitsplatz und vertrete dich ... Das ist noch Glück im Unglück, deine Steffi ist wirklich eine Süße! Über alles andere haben wir gesprochen. Nichts, von dem, was passiert ist, tötet. Also Kopf hoch, sonst rutscht die Krone. Ich freu mich auf dich, hab auch schon Hunger :-)

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  4. Hallo, mir ist es im Juli so ergangen und ich war wie vor den Kopf geschlagen. Von einer Sekunde auf die Nächste. Es hat einige Wochen gedauert, bis man nicht mehr permanent daran gedacht hat und auch den Grund bei sich gesucht hat. Es war einfach so. Nach mir wurden noch alle anderen Mitarbeiter entlassen. Sie fehlen mir aber wir stehen weiter in Kontakt, auch wenn sie weit weg gezogen sind.
    Kopf hoch :-)
    Grüße aus dem Harz, Sabine

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    1. Liebe Sabine, herzlichen Dank für diesen netten Kommentar und deine lieben Worte. Das passiert dauernd und viele Menschen müssen sich dann neu orientieren. Das wird mir auch gelingen, da bin ich sicher. Noch kann ich mir etwas Zeit lassen, da ich aufgrund der langen Zeit, die ich dort gearbeitet habe, fast ein halbes Jahr Kündigungsfrist habe. Erstmal in Ruhe meine neue Freiheit genießen und irgendwie geht's immer weiter. Ich wünsche dir alles Gute und sende herzliche Grüße aus Hamburg, Anne

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